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Ein (frauen-) politischer Stadtspaziergang durch München

Gewinnen Sie spannende Perspektiven und neue Eindrücke zur Zeitgeschichte der Münchner Frauenbewegung – digital aufbereitet und lebendig präsentiert. Unsere Tour führt Sie zu den prägenden Originalschauplätzen und beleuchtet, wie der Verein für Fraueninteressen als Keimzelle der Frauenbewegung zur gesellschaftlich-sozialen Entwicklung Münchens beigetragen hat.

Der Stadtrundgang bietet Ihnen nicht nur Einblicke in die Schönheit der Münchner Innenstadt, sondern auch inspirierende Geschichten über die Schlüsselereignisse der Frauenbewegung.  Entdecken Sie die Hintergründe der Münchner Frauenbewegung und lassen Sie sich von der Kraft und Bedeutung dieser historischen Bewegung mitreißen.

8 Stationen in chronologischer Reihenfolge

Porträt von Sophia Goudstikker
01 | Königinstraße 3a
1899 –1910

Namhafte Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung begründen in München den Kampf für die Gleichberechtigung der Frau und machen sich insbesondere für Aus- und Allgemeinbildungschancen sowie das Recht auf Erwerbsarbeit stark. Der Verein unterhält u.a. eine Rechtsschutzstelle, eine Auskunftsstelle für Frauenberufe und eine Abteilung für soziale Arbeit.

Stadtrundgang Station Brienner Straße – Gebäude von außen
02 | Brienner Straße 37
1910 – 1935

Die Vorkriegsjahre sind durch starkes Wachstum geprägt. Kinder- und Altersfürsorge sowie Mittelstandshilfe werden ins Leben gerufen und der Betrieb von Milchkiosken auf die Beine gestellt. Auf Initiative von Luise Kiesselbach werden der Stadtbund Münchner Frauenverbände sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband München gegründet.

Stadtrundgang Station Theresienstraße – Milchkiosk am Feilitzschplatz
03 | Theresienstraße 31
1935 – 1945

In den Kriegsjahren kommt die Frauenbewegung weitgehend zum Erliegen. Der Verein bleibt zwar bestehen, setzt seine Arbeit allerdings nur in stark eingeschränktem Maß fort. Das Archiv und die Bibliothek zur Frauenbewegung werden zerstört. Nach Kriegsende werden der Verein und der Stadtbund wiederbegründet.

Stadtrundgang Station Landwehrstraße – Innenaufnahme von der Spielecke im Gabrielenheim mit zwei Kindern
04 | Landwehrstraße 37
1945 – 1963

Aufgrund geringer Mitarbeiterinnenzahl und knapper Mittel bleibt der Verein zunächst sehr klein. Staatsbürgerliche Bildung und soziale Arbeit werden als gleichwertige Aufgaben des Vereins festgelegt. Der Betrieb der Rechtsschutzstelle sowie des Gabrielenheims als Säuglingsheim und des Luisenheims als Wohnheim für Mädchen in Berufsausbildung werden fortgeführt. 

Stadtrundgang Station Jägerstraße – Innenaufnahme vom Neuen Luisenhaus mit zwei Mädchen vorm Fenster sitzend
05 | Jägerstraße 12
1963 – 1991

Der Verein wächst und sein soziales und gesellschafts- und frauenpolitisches Engagement nimmt stetig zu. Eine Vielzahl neuer sozialer Einrichtungen wird im gesamten Stadtgebiet gegründet. Der Betrieb der Rechtsschutzstelle und Milchkioske wird eingestellt. 

Stadtrundgang Station Maximilianstraße – Unterschriftenaktion 1998
06 | Maximilianstraße 6
1991 – 2004

Erstmals sind alle Einrichtungen an einem Standort vereint und eine Zentrale für das gesamte Vereinsleben ist eingerichtet. Zahlreiche weitere soziale Einrichtungen werden unter dem Dach des Vereins gegründet. Neue öffentlichkeitswirksame Veranstaltungsformate rund um frauenpolitische Themen werden aufgelegt. 

Stadtrundgang Station Thierschstraße – Einladung zur Eröffnungsfeier in die Thierschstraße
07 | Thierschstraße 17
2004 – 2020

Gründung weiterer Einrichtungen mit den Schwerpunkten Integration von Frauen mit Migrationserfahrung und Haushalte in finanzieller Not. Das Geschäftsvolumen übersteigt die 1-Mio.-Euro-Marke. Das frauenpolitische Engagement bleibt intensiv. Mit Gründung des Aktionsbündnisses Parité in den Parlamenten wird ein neuer Fokus gesetzt.  

Stadtrundgang Station Altheimer Eck – Nachmittag der offenen Türen mit Einrichtungen und Besucher*innen
08 | Altheimer Eck 13
2020 – heute

In geschichtsträchtigen Räumen macht sich der Verein in unterschiedlichen Handlungsfeldern stark für die gleichberechtige Teilhabe und Mitwirkung aller Menschen in einer geschlechtergerechten, inklusiven, sozialen und freiheitlich-demokratischen Stadtgesellschaft. Mehr als 700 haupt- und ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen* leisten professionelle Unterstützung in Notlagen, informieren über bürgerschaftliche Engagementmöglichkeiten und unterstützen mit vielfältigen Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangeboten.

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